Rechner

Altersvorsorge-Sparplan-Rechner

Wie viel kann aus einem monatlichen Sparplan über die Jahre werden? Diese unverbindliche Modellrechnung zeigt es dir in Sekunden — die Zahlen bleiben in deinem Browser.

📌 Kurz gesagt: Was aus einem Sparplan wird, hängt an drei Stellschrauben — Sparrate, Laufzeit und angenommene Rendite — und die Laufzeit wiegt am schwersten. Wer zehn Jahre früher beginnt, muss monatlich deutlich weniger zurücklegen, weil die Erträge selbst wieder Erträge erwirtschaften. Diese Rechnung ist eine Modellrechnung mit konstanter Rendite: Reale Märkte schwanken, Verluste bis zum Totalverlust sind möglich. Keine Anlageberatung.

Modell: monatliche Einzahlung mit monatlicher Verzinsung (Monatszins geometrisch aus der Jahresrendite abgeleitet), ohne Steuern/Kosten/Inflation. Reine Beispielrechnung — keine Prognose und keine Anlageberatung.

Risikohinweis: Die tatsächliche Wertentwicklung von Kapitalanlagen (u. a. ETFs) schwankt und kann deutlich niedriger ausfallen — bis hin zum Verlust des eingesetzten Kapitals. Die angenommene Rendite ist frei gewählt und keine Zusage. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.

So rechnet dieser Rechner

Der Rechner macht genau drei Dinge, und alle drei stehen hier offen. Erstens rechnet er deine Jahresrendite in einen Monatszins um — geometrisch, also so, dass zwölf Monatsschritte zusammen exakt die eingegebene Jahresrendite ergeben (nicht die vereinfachte Division durch zwölf, die manche Rechner verwenden und die zu leicht höheren Ergebnissen führt). Zweitens spielt er Monat für Monat denselben Ablauf durch: Die Sparrate kommt auf den Bestand, danach wird der gesamte Bestand — einschließlich der frischen Einzahlung — einen Monat lang verzinst. Jede Rate verdient also ab ihrem Einzahlungsmonat mit. Drittens zerlegt er das Ergebnis in „Eingezahlt“ (Rate mal Monate) und „Wertzuwachs“ (alles darüber) — so siehst du, welcher Teil des Endkapitals rechnerisch aus dem Zinseszins stammt.

Genauso wichtig ist, was das Modell bewusst weglässt: Steuern (etwa Vorabpauschale und Abgeltungssteuer), Produkt- und Depotkosten, Inflation, Ratenänderungen — und die staatlichen Zulagen des geförderten Altersvorsorgedepots ab 2027. Das Ergebnis ist damit eine saubere Vergleichsgröße für die drei Stellschrauben Rate, Laufzeit und Rendite-Annahme, aber kein Kontoauszug aus der Zukunft.

Was dieser Rechner nicht leisten kann

Das ist der wichtigste Abschnitt dieser Seite. Die Rendite ist eine Annahme, keine Prognose: Niemand weiß, wie sich Märkte über die nächsten Jahrzehnte entwickeln, und eine konstante jährliche Rendite gibt es in der Realität nicht. Selbst wenn der langjährige Durchschnitt am Ende getroffen würde, kann die Reihenfolge der guten und schlechten Jahre das Ergebnis eines Sparplans spürbar verändern — schwache Jahre am Ende der Laufzeit treffen ein großes Depot härter als schwache Jahre am Anfang ein kleines.

Die Inflation fehlt: Das Endkapital ist ein nominaler Euro-Betrag, dessen Kaufkraft in Jahrzehnten geringer sein wird als heute. Die Steuern fehlen, weil sie von deiner persönlichen Lage abhängen — Freistellungsauftrag, Teilfreistellung, Gewinnhöhe im Verkaufsjahr; allgemein erklärt das unser Ratgeber zur Vorabpauschale & ETF-Steuern, verbindlich klärt es nur ein Steuerberater. Und vor allem: Der Rechner kann nicht beurteilen, ob ein Sparplan für dich der richtige Baustein ist — er zeigt nur, wie einer sich unter Annahmen entwickeln würde. Das ist der Unterschied zwischen einer Modellrechnung und einer Anlageberatung, und dieser Rechner ist Ersteres.

Praktische Einordnung: Der Startzeitpunkt wiegt schwerer als die Rate

Drei Läufe mit demselben Modell (200 € monatlich, 6 % angenommene Rendite) zeigen, warum der frühe Start das eigentliche Kapital der Selbstständigen ist: Nach 15 Jahren stehen im Modell rund 57.700 € (36.000 € eingezahlt), nach 20 Jahren rund 91.100 € (48.000 € eingezahlt), nach 30 Jahren rund 195.900 € (72.000 € eingezahlt). Zwischen 20 und 30 Jahren Laufzeit steigt das Modell-Ergebnis auf mehr als das Doppelte — und das liegt nur zum kleineren Teil an den zusätzlichen Einzahlungen: Vor allem arbeiten die frühen Erträge selbst weiter. Umgekehrt gerechnet: Wer statt 30 nur 20 Jahre Zeit hat, müsste im selben Modell rund 430 € monatlich aufbringen, um auf dasselbe Endkapital zu kommen — mehr als das Doppelte.

Zur historischen Einordnung der Rendite-Annahme: Der Weltaktienindex MSCI World erzielte nach Berechnungen von Finanztip zwischen 1975 und Ende 2024 im Durchschnitt rund 9,7 % pro Jahr (nominal, auf Eurobasis); über rollierende 15-Jahres-Zeiträume lag der Durchschnitt bei etwa 7,7 % pro Jahr — mit erheblichen Unterschieden je nach Ein- und Ausstiegszeitpunkt und mehrjährigen Verlustphasen dazwischen. Das sind Vergangenheitswerte, kein verlässlicher Indikator für die Zukunft und ausdrücklich keine Empfehlung für eine bestimmte Anlage. Wer konservativ modellieren will, trägt oben schlicht einen niedrigeren Wert ein und sieht sofort, wie robust der eigene Plan gegenüber der Annahme ist.

🏛️ Beschlossen: gefördertes Altersvorsorgedepot ab 1. Januar 2027

Das Altersvorsorgereformgesetz ist verkündet (Bundesgesetzblatt, 29. Mai 2026) und gilt für Neuverträge ab dem 1. Januar 2027 — erstmals sind alle Selbstständigen mit Gewinneinkünften förderberechtigt, unabhängig von einer Rentenversicherungspflicht. Die Förderung: 50 % Zulage auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr, 25 % auf weitere Beiträge bis 1.800 € — zusammen bis zu 540 € Zulage im Jahr —, dazu bis zu 300 € je Kind und ein einmaliger Berufseinsteiger-Bonus von 200 € bei Abschluss vor dem 25. Geburtstag. Alle Regeln und was jetzt zu tun ist im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot 2027 →

Hinweis zum Rechner: Diese Modellrechnung bildet einen reinen Sparplan ohne Zulagen ab. Die staatliche Förderung ab 2027 ist hier nicht eingerechnet — sie käme im geförderten Depot noch obendrauf. Stand: August 2026.

Häufige Fragen

Mit welcher Rendite sollte ich rechnen?

Diese Modellrechnung nimmt eine konstante jährliche Rendite an — die Realität sieht anders aus: Märkte schwanken, einzelne Jahre können deutlich negativ ausfallen. Wer konservativ plant, rechnet lieber mit einem niedrigeren Wert und freut sich, wenn es mehr wird. Eine garantierte Rendite gibt es bei renditeorientierten Anlagen grundsätzlich nicht, und Verluste bis zum Totalverlust sind möglich.

Ist die staatliche Förderung ab 2027 hier eingerechnet?

Nein. Der Rechner bildet einen reinen Sparplan ohne Zulagen ab. Das ab 1. Januar 2027 geförderte Altersvorsorgedepot — beschlossen mit dem Altersvorsorgereformgesetz, verkündet im Bundesgesetzblatt am 29. Mai 2026 — sieht bis zu 540 Euro Zulage im Jahr und bis zu 300 Euro je Kind vor. Diese Beträge kämen zusätzlich obendrauf.

Ist die Inflation berücksichtigt?

Nein. Das angezeigte Endkapital ist ein nominaler Betrag: Er sagt, wie viele Euro im Modell auf dem Konto stehen, nicht, was man sich dafür in 20 oder 30 Jahren kaufen kann. Bei dauerhafter Inflation ist die Kaufkraft des Endkapitals spürbar geringer als die Zahl suggeriert. Wer das gedanklich einbeziehen will, rechnet mit einer entsprechend niedrigeren Rendite-Annahme — auch das bleibt aber eine Annahme.

Warum weicht das Ergebnis von anderen Sparplan-Rechnern ab?

Meist liegt es an den Rechen-Konventionen, nicht an einem Fehler: Manche Rechner teilen die Jahresrendite einfach durch zwölf, dieser Rechner rechnet den Monatszins geometrisch um; manche verzinsen die Einzahlung erst ab dem Folgemonat, dieser Rechner verzinst sie ab dem Einzahlungsmonat; und manche ziehen Kosten oder Steuern ab, die hier bewusst außen vor bleiben. Bei gleichen Eingaben entstehen so leicht Unterschiede von einigen Prozent — an der Grundaussage der Modellrechnung ändert das nichts.

Was ist, wenn meine Einnahmen schwanken und ich die Rate nicht immer halten kann?

Das Modell nimmt eine konstante Rate an — selbstständige Realität ist das selten. Praktisch spricht nichts gegen eine vorsichtige Basisrate, die auch in schwachen Monaten tragbar ist, ergänzt um Sonderzahlungen in guten Monaten. Wichtiger als die Höhe der Rate ist, dass sie durchgehalten wird: Eine pausierte oder abgebrochene Vorsorge verliert genau die langen Zeiträume, in denen der Zinseszins am stärksten wirkt.

Warum ist Altersvorsorge für Selbstständige ein anderes Thema als für Angestellte?

Weil in der Regel weder eine nennenswerte gesetzliche Rente noch eine Betriebsrente mitläuft. Was im Alter zur Verfügung steht, entsteht fast vollständig aus dem, was selbst zurückgelegt wurde — und der Zeitpunkt des Beginns entscheidet dabei stärker als die Höhe der Rate.

Ersetzt dieser Rechner eine Beratung?

Nein. Er zeigt, wie sich Zahlen unter angenommenen Bedingungen entwickeln, und ersetzt keine individuelle Finanz- oder Steuerberatung. Ob und in welcher Form eine Altersvorsorge zu deiner Situation passt, hängt von Einkommen, Absicherung, Steuerlage und Risikotragfähigkeit ab.

📮 Vorsorge-2027-Update für Selbstständige

Verständliche Updates zum geförderten Altersvorsorgedepot (Start 2027) und zu Geldanlage für Selbstständige — sobald es Neues gibt. Kostenlos, jederzeit abbestellbar, keine Anlageberatung.

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